Wichtige Lektionen von weltberühmten Projekten

Als Projektmanager haben Sie die Aufgabe unvorhergesehene Ereignisse zu meistern. Trotz perfekt durchdachter Pläne und sorgfältiger Risikomanagementprozesse müssen Sie sich aber immer wieder mit fehlenden Ressourcen, Last-Minute-Änderungen an den Kundenbedürfnissen oder zu spät liefernden Lieferanten befassen.

Trotz bestem Wissen können Fehler passieren: Denken Sie nur an das Jahr-2000-Problem, als die Welt sich die Frage stellte, was passieren würde, wenn der Kalender vom 31. Dezember 1999 auf den 1. Januar 2000 wechselte. Eine Reihe von Legacy-Software hatte Jahreszahlen durch eine zweistellige Zahl (die letzten beiden Ziffern des Jahres) gekennzeichnet, so dass das Jahr 2000 nicht vom Jahr 1900 unterschieden werden konnte.

Ein anderes Beispiel ist das Desaster in 2007 als 17.000 internationale Passagiere aufgrund eines Softwareproblems im System der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde am Los Angeles International Airport (LAX) festsaßen. Der Grund: Eine Netzwerkkarte, die anstatt herunterzufahren, weiterhin falsche Daten an das Netzwerk sendete. Während der achtstündigen Abschaltung konnte niemand die USA durch LAX betreten oder verlassen.

Wie Sie sehen, passieren selbst in den größten Unternehmen und Branchen der Welt Fehler. Aber was ist mit unüberwindbar scheinenden Herausforderungen, die von Projektmanagern erfolgreich bezwungen wurden?

Dr. Tiffany Tesfamichael listete in ihrem Artikel „3 Famous Project Managers Who Got It Done!“ einige der legendärsten Projektmanager aller Zeiten auf.

Einer dieser Projektmanager war Imhotep, Kanzler des Königs von Ägypten, der für den Bau der Großen Pyramide von Gizeh verantwortlich war. Imhotep und sein Team haben eine Belegschaft von Zehntausenden von Menschen für eine einzige Struktur gesteuert – und das im Altertum. Es gab eine kilometerlange Liste von Problemen, auf die die Bauteams der Antike gestoßen sind. Moderne Ingenieure staunen heute immer noch über die technischen Herausforderungen, mit denen die Bauingenieure der Antike konfrontiert wurden – und die fortgeschrittenen Antworten, die sie auf diese Herausforderungen hatten. Diese Pioniere – ohne die Hilfe moderner Technologien wie Kräne – planierten die Äquivalenz von sechs Fußballfeldern und fügten innerhalb der verhältnismäßig kurzen Lebensdauer des Königs Millionen von riesigen Kalksteinblöcken nahtlos zu einer präzise geformten achtseitigen Struktur zusammen. Bis zum 19. Jahrhundert war es das höchste Bauwerk der Welt.

Ein weiteres Beispiel ist Baron Haussmann, der unter Napoleon III die gewaltige Aufgabe übernahm, ein mittelalterliches Paris im 18. Jahrhundert zu modernisieren. Bei diesem Projekt handelte es sich um ein mehrstufiges Programm zur Verbesserung der Hygiene- und Abfallsysteme in der Stadt, dessen Umsetzung Jahrzehnte dauerte. Haussmann rekrutierte eine Flotte von talentierten Bauherren, Architekten und Ingenieuren, um das Projekt auszuführen und ging dabei weit über kosmetische Verbesserungen in der Stadt hinaus, die künftigen Generationen gut dienen würde.

Haussmann war nicht als Stadtplaner ausgebildet, konnte aber die Projektvision den Stakeholdern vermitteln und große Hindernisse überwinden. Darüber hinaus war er in der Lage, das Vertrauen der Stakeholder in der Stadtverwaltung und des Kaisers zu erhalten und gleichzeitig das Verhalten der Endverbraucher (und die intimen Gewohnheiten der Bürger) sowie das physische Umfeld als Teil dieser Transformation zu verändern.

Die Lektionen hier sind zweigeteilt:

  1. Manchmal können sogar die besten Pläne in einem Desaster enden (aber Sie können aus Ihren Fehlern lernen und sie für die Nachwelt festhalten, damit sie nicht wiederholt werden).
     
  2. Wenn unsere Vorfahren das Unmögliche möglich machten, warum sollten wir das nicht auch schaffen.