Über Faurecia

Die Interior Systems, ein Unternehmensbereich von Faurecia, ist ein wichtiger Akteur auf dem Kraftfahrzeugausrüstungsmarkt. Interior Systems nutzt die Sciforma-Lösung PSNext, um ihre Projekte zu verwalten und die weltweite Ressourcennutzung zu optimieren. Seit 2009 hat Interior Systems alle Projekte standardisiert und die gesamte Organisation rund um die Sciforma Plattform neu strukturiert. Faurecia ist der 8. größte internationale Hersteller von Fahrzeugteilen in der Welt. Im Jahr 2013 war Faurecia Nummer 1 für Technologie im Fahrzeuginnenbereich und in der Emissionskontrolle. Eins von vier Autos wird von Faurecia ausgestattet. Interior Systems hat 21.000 Mitarbeiter und macht 22% des Umsatzes von Faurecia aus. Die Interior Systems entwirft den gesamten Fahrzeuginnenraum mit Ausnahme der Sitze und stellt die Innenausstattung her.

Transformation zur Bewältigung der Krise und zur Bewahrung der führenden Position gegenüber der Konkurrenz

Die Wirtschafts- und Finanzkrise im Herbst 2008 erschütterte besonders die Automobilbranche, die bereits durch die fortschreitende Globalisierung geschwächt war. Um in wirtschaftlich turbulenten Zeiten zu überleben und sich an Veränderungen innerhalb der Branche anzupassen, führte Interior Systems ein Programm ein, um Projektmanagement und -organisation deutlich zu verbessern.

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„Die Projektteams von Faurecia, insbesondere die von Interior Systems, sind auf Standorte in der ganzen Welt verteilt. Die tiefgreifenden Veränderungen im Automobilsektor haben dazu geführt, dass ein für den europäischen Markt bestimmtes Auto heutzutage auch auf einem anderen Kontinent entworfen werden kann, mit all den Folgen für Logistik und Arbeitskräfte, die dies mit sich bringt. Bis zur Krise hatten wir nicht wirklich eine solide, einheitliche Basis, die es uns erlaubte, die Kosten-, Planungs- und Ressourcenverwaltung und die Zusammenarbeit zwischen unseren Teams weltweit zu optimieren. Die Notwendigkeit, ein Projektmanagement-Tool zu erwerben, wurde offensichtlich, so dass die Programmmanager dies zu einem strategischen Entwicklungsziel gemacht haben", erklärte David Duval, Faurecia Senior Programmmanager verantwortlich für das PSNext-Projekt.

Faurecia prüfte die verschiedenen Produkte auf dem Markt und entschied sich für PSNext, eine von Sciforma entwickelte Plattform. Sie beauftragte den Integrator ASI, der die Lösung perfekt kennt, um die Umstellung zu unterstützen.

„Wir wählten Sciforma aus mehreren Gründen, auch wenn unser Hauptantrieb der Zeitfaktor war. Aufgrund des Zusammenbruchs des Marktes, der durch die Wirtschaftskrise von 2008 vorangetrieben wurde, mussten wir uns schnell an die neuen Anforderungen unserer Kunden anpassen. Basierend auf unserem Auftragsbuch schien Sciforma die einfachste und schnellste Lösung zu sein, die gleichzeitig auch die Leistungsmerkmale und die für den großflächigen Einsatz benötigte Flexibilität erfüllt sowie ein hohes Maß an Benutzerzufriedenheit und Adoption gewährleistet", ergänzte David Duval.

Die funktionalen Anforderungen der Anwender stehen im Zentrum der Implementierung

Nach einem abschließenden Proof-of-Concept, der von ASI und Sciforma gemeinsam durchgeführt wurde, implementierte Faurecia das Werkzeug in aufeinanderfolgenden Phasen und schloss nach und nach neue mögliche Szenarien ein, um das Werkzeug an die individuellen Bedürfnisse aller Benutzer anzupassen. Das Top-Management verfolgte den Projektfortschritt genau und sorgte dafür, dass die funktionalen Anforderungen verstanden wurden, da das Wohlergehen des Unternehmensbereichs vom Erfolg von Sciforma und der Akzeptanz der Endnutzer abhing. Die Programmmanager bestanden auch darauf, dass PSNext von den Mitarbeitern eingesetzt wird (dies war keine Entscheidung, die nur durch die IT getroffen wurde), um den Erfolg der Operation zu gewährleiten.

Die Stärke des ASI-Teams war es, sich in den Endnutzer hineinversetzen zu können. Die internen Prozesse wurden durch eine Vielzahl von Workshops gut aufgenommen. Sie erlaubten dem Integrator, alle unsere internen Anforderungen zu verstehen und die Zusammenarbeit und die Synchronisation zwischen den Mitarbeitern von Faurecia standortunabhängig zu verbessern. „Die perfekte Korrelation zwischen dem Verstehen unserer Anforderungen, den Qualifikationen des Integrators und der Leistungsfähigkeit des Werkzeugs war wohl einer der Hauptfaktoren für den Erfolg“, schloss David Duval.

Nach dem Konzeptnachweis begann im Juli 2009 die Schulung für die ersten Teams. Das Projekt begann dann drei Monate später und endete im Februar 2010 mit der Auslieferung der endgültigen Version. Es folgte eine zwei bis drei monatige Pilotphase mit einem Pilotprojekt in jeder Region der Welt. Diese spiegelte eine laufende Integration der Kommentare und Änderungen der unterschiedlichen Arbeitsgewohnheiten von den Teams auf der ganzen Welt wider. Es gab immer noch Schwierigkeiten, das System zu integrieren und gleichzeitig einen weltweiten, standardisierten Rahmen, der die gesamte Unternehmenskultur stärkt, zu erreichen, was ein unverzichtbares Element für den reibungslosen Ablauf einer maßgeblich multikulturellen Struktur wie Faurecia ist. Ab Juli 2010 war PSNext schließlich voll funktionsfähig und hat heute mehr als 1.500 Anwender, die intern von der Faurecia Interior Systems geschult wurden.

Notwendiges Change Management in perfekter Harmonie mit dem Top-Management

Offensichtlich musste ein Projekt dieses Umfangs eine Änderungspolitik beinhalten, die in allen Phasen unter den wachsamen Augen des Top-Managements umgesetzt wurde. Die meisten Nutzer, die ihre Arbeit nur mit einer Excel-Tabelle "geplant" hatten, waren zufrieden, ein einfaches, effektives Werkzeug zu erhalten, mit dem sie ihre täglichen Aufgaben organisieren konnten. Die Umstellung wurde von einem Pilotausschuss geleitet, der die Interior Systems Gruppe und den Vizepräsidenten von Interior Systems einschließt. Das Komitee stand mit den wichtigsten Nutzern vor Ort (1 pro Region) in Kontakt, um eine effektive Kommunikation über den Fortschritt des Projekts an den verschiedenen Standorten zu erhalten und mögliche Probleme zu beheben.

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„Das Projekt wird nun von einem vierköpfigen Team betreut, die von mehreren Kontakten vor Ort unterstützt werden. Diese sind auf lokaler Ebene zuständig und melden alle möglichen Anforderungen aus den jeweiligen Regionen. Sciforma wird in Europa beaufsichtigt und die Integration von funktionalen Erwartungen in das Werkzeug ist Priorität im Jahr, nachdem das Projekt zum Standardinstrument des Geschäftsbereichs geworden ist", fügte Laurent Labbe, Sciforma-Lösungsadministrator verantwortlich für die kontinuierliche Verbesserung der Software bei Faurecia Interior Systems.

Heute werden mehrere Module von Sciforma eingesetzt: Planung, Zusammenarbeit, Reporting, Management und Ressourcenplanung sowie Konfliktmanagement. Ein Konflikt, der nicht in das Werkzeug eingegeben wird, existiert nun nicht wirklich in der Struktur. PSNext hat es auch ermöglicht, die bestehenden Projektmanagementprozesse zu modernisieren und klarer zu machen, indem sie ihre methodischen Ansätze direkt im Werkzeug umsetzen. Die Planung der Stunden für jedes Projekt in der Welt wird derzeit integriert.

Handfeste Vorteile in Organisation, Reaktionsfähigkeit und Transparenz

Die Integration von PSNext in Faurecia Interior Systems ist ein Erfolg. Eine wachsende Anzahl von Anwendern benutzt das Werkzeug natürlich und systematisch. Die Wertschöpfung in Bezug auf Standardisierung, Koordination, Kooperation und Zentralisierung wichtiger Informationen ist für die große Mehrheit von ihnen offensichtlich. Auch Konfliktmanagement ist ein sehr geschätztes internes Werkzeug, da es die Weitergabe von Problemen an die Geschäftsleitung vereinfacht. Abgesehen von den Vorteilen für das Personal profitiert der gesamte Geschäftsbereich der Interior Systems von Sciforma.

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„Faurecia hat sich gut von der Krise erholt. Es konnte im Jahr 2010 mehrere große neue Verträge landen und Sciforma hat dazu beigetragen. Dank des Sciforma-Werkzeugs und seiner Anpassung an unsere Bedürfnisse sind wir reaktionsfähiger und flexibler, wenn ein Kunde uns den Start eines neuen Modells bekannt gibt. Die Manager können die möglichen Sorgen ihrer Teams besser erkennen. Budgets sind transparenter und es ist viel einfacher, die Verteilung der Teams an den verschiedenen Standorten zu verstehen, um den Erwartungen unserer Kunden gerechter zu werden. Sciforma hat es ermöglicht, die Art und Weise wie Faurecia eine Geschäftsmöglichkeit und ein Kundenprojekt betrachtet zu modernisieren, indem sie Interior Systems trotz ihrer beträchtlichen Größe reaktionsfähiger macht", ergänzte Laurent Labbe.